DER NEUE SITZ: WIE ES VOR DEM UMBAU WAR

Alles nahm 1860 in Zugliano seinen Anfang, als eine Fabrik für die Verarbeitung von Seide errichtet wurde, die sich am Fluss Astico hinzog. Offiziell 1867 von einer reichen Patrizierfamilie, den Pappadopoli, gegründet, war dieses Werk damals die zweitgrößte Seidenspinnerei in Italien. In diesem enormen Industriekomplex, der für den Ort höchste Bedeutung hatte, waren etwa 400 Arbeiter beschäftigt. Was fehlte, waren jedoch weibliche Kräfte. Deshalb kamen aus Agordo, einer kleinen, etwa 150 km von Zugliano entfernt liegenden Gemeinde aus der Provinz Belluno die „Agordine“ zugezogen, denen das Spinnen der Seide vorbehalten war. 1891 übernahm die Familie Marini die Herstellung der Seitenspinnfasern. Von Beginn an war das Unternehmen ein Aushängeschild für das örtliche Gewerbe jener Zeit; es war mit einer Turbine ausgestattet, das von nahe gelegenen Kanal Mordine angetrieben wurde und die elektrische Energie für die Bearbeitungen und die Schlafräume erzeugten, die bedürftigen Arbeitskräften zur Verfügung gestellt wurden. Leider wollte es das Schicksal, dass die Textilbranche, insbesondere die Seidenverarbeitung, in Italien mit den Jahren in eine tiefe Krise geriet. Das Werk wurde von den letzten Eigentümern achtlos stillgelegt und erst viele Jahre später von der Distilleria Zanin, dem zu dem Zeitpunkt zweitgrößten Unternehmen des Ortes, in der Absicht erworben, die Industriestätte in alter Pracht wieder auferstehen zu lassen und dort die eigenen Fertigungsaktivitäten anzusiedeln.

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